Mitglied im Bund Österreichischer Faschingsgilden

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Historie

 
 

50 Jahre Faschingsgilde

1967 – anlässlich der 130-Jahr-Feierlichkeiten der Jungburschenschaft Eberschwang – kam der Anstoß zur Gründung einer Faschingsgilde. Bereits am 14. Jänner 1968 wurde im Kinosaal Haidenthaller eine Faschingssitzung abgehalten. Am Programm standen neben „Moritaten“ auch bereits Büttenredner. Umrahmt wurde diese Premiere von fünf Sängern, 13 Gardemädchen und der Bauernkapelle Eberschwang. Das Echo war derart groß, dass die Faschingsgilde als eigener, unabhängiger Verein gegründet wurde. Das Präsidium setzte sich aus folgenden Personen zusammen: Präsident: Josef Bauchinger, Vizepräsident: Josef Stammler (†), Hofmarschall: Franz Pramendorfer, Protokollchef: Günther Pumberger und Schatzmeister: Josef Dornstauder.

Das erste Faschingsprinzenpaar wurde am Jungburschenball des Jahres 1969 gekrönt. Seit 1969 finden die Faschingssitzungen im Würzlsaal statt. 1970 erfolgte die Aufnahme der Faschingsgilde in den „Bund österreichischer Faschingsgilden“. Hofmarschall Franz Pramendorfer wurde in den Bundeselferrat bestellt.

Am 3. April 1971 war Eberschwang Tagungsort der oberösterreichischen Faschingsgilden. Insgesamt nahmen Vertreter von 15 Gilden an der Tagung teil. Am Abend fand das erste oberösterreichische Gardetanzturnier statt, bei dem 100 Gardemädchen um den Siegerpokal tanzten. Wegen der großen Beliebtheit mussten 1984 erstmals drei Faschingssitzungen abgehalten werden, bei denen insgesamt 1.200 Gäste begrüßt werden konnten. Für die Bewohner des Behindertendorfes Altenhof wurden in den Achtzigerjahren während drei Jahre hindurch unentgeltlich Sitzungen abgehalten.

Nach 25jähriger Präsidentschaft übergab 1993 Josef Bauchinger das Amt an den Tierarzt Dr. Heinrich Breuer. Josef Bauchinger wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Präsident Breuer war bestrebt, möglichst viele Eberschwanger Vereine in die Aktivitäten der Faschingsgilde einzubinden. Als Beispiel dafür sei die Showtanzgruppe des ÖTB angeführt, deren Auftritte zu den absoluten Höhepunkten einer jeden Faschingssitzung zählen. Auch immer mehr junge Talente übernahmen Funktionen in der Gilde, sodass der Weiterbestand der Faschingsgilde gesichert war.

Mit dem Rücktritt Breuers im Jahr 2007 erfolgte eine umfangreiche Verjüngungskur. Zum Präsidenten wurde Ing. Michael Andessner ernannt, der mit seinem jungen Team seither trachtet, an die Erfolge und das natürliche Wachstum der vergangenen Jahrzehnte anzuknüpfen, ohne dabei neue Gedanken und Ideen außen vor zu lassen.

Die Gildensaison beginnt traditionell alljährlich am 11. 11. mit dem Sturm auf das Marktgemeindeamt. Der Bürgermeister wird entmachtet und das neue Prinzenpaar inthronisiert. Anschließend erfolgt das traditionelle Ganserlessen. Den Höhepunkt aber bilden die weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Faschingssitzungen. Beendet wird jede Faschingssaison am Aschermittwoch mit dem Heringkäse-Essen.

Früher sahen die Gildenmitglieder ihre Hauptaufgabe in der Aufrechterhaltung, der Förderung und Pflege des österreichischen Faschingsbrauchtums. Heute steht die Aufführung von niveauvollen und lustigen Beiträgen im Vordergrund. Auch die Pflege von freundschaftlichen Beziehungen zu in- und ausländischen Gilden wird groß geschrieben. Ohne Übertreibung kann gesagt werden, dass durch die Faschingsgilde die Gemeinde Eberschwang in weiten Teilen Österreichs und Süddeutschlands Bekanntheit erlangt hat.

 

50 Jahre. 5 Sitzungen. Über 100 Aktive.

Im Jahr 2017 feierte die Faschingsgilde ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum. Standesgemäß kann man ruhigen Gewissens sagen. Denn erstmals wurden fünf Sitzungen abgehalten, die innerhalb weniger Tage restlos ausverkauft waren.

Und erstmals überstieg – neben dem absoluten Besucherrekord – auch die Anzahl der Aktiven auf, vor und hinter der Bühne die magische Zahl einhundert. Auch inhaltlich wurde der Bogen aus Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem gespannt. Während alle Akteure der aktuellen Generation mit von der Partie waren, konnten zusätzlich mit dem „Flotten Dreier“ eine brandneue Damennummer sowie mit den „Oldies but Goldies“ die Großmeister der vergangenen Ära für einen Auftritt gewonnen werden. Ein stimmiges, rundes und kurzweiliges Jubiläumsprogramm wie vielfach aus dem Publikum zu vernehmen war.