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12. FEBRUAR 2018 - VERSUCH EINES RESUMEES

Fünf Mal volle Gaudi!

Vier restlos ausverkaufte Faschingssitzungen sowie eine sehr gut besuchte unter der Woche waren es, die wir im heurigen Jahr (dem 51. unseres Bestehens) für unsere geschätzten Gäste abhalten durften. Und durch die Vielzahl an positiven Rückmeldungen, glauben wir – die rund 80 Aktiven auf, neben und hinter der Bühne – auch behaupten zu können, dass wir die Sache ganz tadellos hinbekommen haben.

Rund dreieinhalb Stunden dauerte das Programm, zu dem Präsident Michael Andessner und Vizepräsident Stefan Pilz begrüßten. Es war ein buntes, kreatives und – wie bei uns üblich – zur Gänze selbst verfasstes. Und es war hoffentlich eins, das für jede Besucherin und jeden Besucher etwas Passendes bereit hielt. Elegante und kraftvolle Tanzeinlagen, Kabarett, Show, Gesang und Gedicht. Die bekannten Ingredienzien eben, aus denen wir seit Jahren versuchen ein möglichst schmackhaftes Faschingsgericht zu komponieren.

Erst Wohnungssuche, dann "fuatge oida".

Eröffnet wurde der bunte Reigen von unserem aktuellen Prinzenpaar "Prinzessin Julia I. – Frau Feinspitz mit dem Werbegeld" und "Prinz Christopher I. – Herr Manager vom Mittelfeld", die sich in ihrer Vorstellung genauso "Auf Wohnungssuche" begaben, wie sie dies zuvor im realen Dasein taten. Und beide Missionen waren erfolgreich. Auf unserer Faschingsbühne sind sie allerspätestens seit heuer mehr als heimisch, der Wohnsitz in Eberschwang folgt demnächst.

Auf sie folgten die "Dancegirls", die hübschen Nachwuchstänzerinnen des ÖTB Eberschwang, die zu siebzehnt eine energiegeladene Performance mit dem Titel "More than you know" zum Besten gaben. Choreografiert von Eva Bozic war es auch heuer wieder erstaunlich mitanzusehen, wie weit die jungen Mädels tänzerisch schon sind.

Erstmals in zwei Teile geteilt war die Doppelbütt von Thomas Egger und Wolfgang Huber. Die beiden Publikumslieblinge kümmerten sich in beiden Sequenzen scharfzüngig um den Sprachge (oder -miss)brauch und das Benehmen von Jugendlichen auf einer Bahnfahrt zum bevorstehenden "Rendezvous". In Teil eins "fuatge oida" verkörperten sie zwei pubertäre "Oberchecker" mit offensichtlich zur Schau gestelltem Migrationshintergrund. Eine wahre Tortur für die Lachmuskeln.

Von Online daten bis Geld versenken.

"Finder – Die Gspusi-App" war der Titel der nächsten Nummer, nämlich jener vom "Flotten Dreier". Marion Jetzinger, Eva Wagner und Antonia Weinberger veranschaulichten köstlichst die Möglichkeiten eines Online-Dating-Portals. Eine Nummer zum Verlieben, um beim Thema zu bleiben, die von Viktor Felbermayr, Gregor Bauinger, Rainer Kiehas und Patrick Dallinger "swipend" unterstützt wurde.

Als nächstes folgten die Bühnenroutiniers der "Old Schmähtandlers". Das Thema von Christoph Felix, Peter Hofinger, Gerald Mitterbauer und Adam Geisecker war einmal mehr das aktuelle politische Geschehen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Während einerseits die neue Bundesregierung ordentlich ihr Fett (und auch ihren blauen Dunst) abbekam, blieben auch Themen wie das Rieder "Innenstadtleben" oder das neue Hallenbad zum Euro-Versenken nicht verschont.

Erst Life Ball. Dann Sterbebett.

Der Abschluss war gleichzeitig auch das optische Highlight der ersten Halbzeit: nämlich "Vienna Calling", der erste Auftritt der Tanzgruppe des ÖTB Eberschwang. Mit Leichtigkeit und Eleganz spannten die Mädels rund um Leiterin Eva Bozic den tänzerischen Bogen vom Opern- bis hin zum Life-Ball. Prächtige Kostüme, ausdrucksstarke Bewegungen sowie ein elegant inszeniertes Bühnenbild vervollständigten die Performance zu einem mehr als sehenswerten Gesamtkunstwerk.

Nun bat unser bewährtes und einmal mehr überaus fesches Moderatoren-Duo Petra Mitterbauer und Peter Hofinger zu einer 15-minütigen Pause. Auch für die beiden ein willkommener Zeitpunkt, um kurz einmal durchzuschnaufen. Denn man darf nicht vergessen, dass die beiden es sind, die insgesamt fünf Mal je 210 Minuten topfit sein müssen, um auf die unterschiedlichsten Eventualitäten reagieren zu können. Eine fürwahr respektable Leistung.

Teil zwei wurde pünktlich eröffnet. Und zwar von unseren befreundeten Garden und Gilden. Im heurigen Jahr waren dies die Faschingsgilden aus Frankenburg, Eggendorf, Raab und Rufling, die uns mit einem schmissigen Gardemarsch und im Falle der Letztgenannten sogar mit ihrem Schalmeienzug die Ehre erwiesen. Allerbesten Dank dafür. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

"Die Wurtschlbauern" belegten nun die Bühne – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Denn Thomas Huber I.  gab den todkranken Altbauern, der sich am Sterbebett mit seinen erbschleichenden Kindern (Thomas Huber 2., Lukas Pillichshammer und Sebastian Frühauf) herumschlagen musste. Eine Nummer, bei der viel Wahrheit im Spiel war und die – wahrscheinlich genau deshalb – sehr guten Anklang fand.

Von Synchronschwimmen bis Kunst verstehen.

Nicht mehr "fuatge oida" sondern "fuatge bitsch" hieß es dann. Und aus den beiden "Obercheckern" des ersten Teils waren in der Zwischenzeit zwei pubertäre "Obertussis" geworden – exzellent geschminkt von Anja Huber. Thema war im Endeffekt das gleiche – nur eben aus der Sicht des anderen Geschlechts. Und auch diesmal blieb kein Auge trocken.

Während eine Stunde zuvor schon viel von einem Hallenbad die Rede war, wurde nun die Bühne an sich in ein solches umfunktioniert. Quasi. Denn die sieben durchtrainierten Athleten der "FuGru Eberschwang" nahmen sich in "Hauben Taucher 2.0" humorvoll und mit größtem körperlichen Einsatz der Kunst des "Synchronschwimmens" an. Das Publikum wusste kaum wie ihm geschah, konnte man meinen, als die Jungs ihre Wasserakrobatik aufführten. Eine jeweilige Zugabe war die Folge.

Im Anschluss wurde es wieder wesentlich ruhiger. Denn nun drehte sich alles um Kunst, Kultur und die feine Gesellschaft. "Vernissage Fete Blanche" hieß die Nummer, die sich "Die Glorreichen Sieben (kloane Bsetz)" auf den Leib geschrieben hatten. Ganz in Weiß gekleidet kümmerten sich Peter Duringer, Evelyn & Walter Egger, Bühnen-Newcomerin Eva Frühauf und Rainer Kiehas um intellektuelle Zugänge, vermeintliche abstrakte Kunst und die grundsätzliche Bedeutung des kostenlosen Buffets. Künstlerisch amüsant, möchte man sagen.

"Ab auf die Piste" war das letzte Motto, das in unserem Programmheft zu lesen war – der zweite Teil der ÖTB Tanzgruppe, bei dem sich tänzerisch alles um das Skifahren in der heimischen Bergwelt drehte. Eine stimmungsvolle Musikauswahl ge paart mit dem Können der 27 (!) bildhübschen Mädchen und Damen mündete ebenfalls zwangsläufig in einer Zugabe. Unter anderem schafften es die Mädels hier sogar, in Skischuhen elegant und grazil zu wirken. Chapeau!

Noch einmal wurden nun alle Akteure von Petra & Peter auf die Bühne gebeten, um beim finalen Schlussbild gemeinsam mit dem Publikum  das Eberschwanger Faschingslied zu singen. Den Dankesworten unseres Präsidiums wollen wir uns auch an dieser Stelle anschließen.

Danke an alle. Und das sind viele.

Wir sagen Danke zu Ihnen – liebe Gäste – die Sie unseren altehrwürdigen Sitzungssaal wieder einmal mit soviel positiver Energie, guter Laune und "Applausfreudigkeit" erfüllt haben. Letztlich ist es so, dass all unsere Akteure reine "Freizeitkünstler" sind, die allesamt ihr Bestes geben und hoffen, dass der Funke überspringt. So wie Sie alle unsere Darbietung honoriert haben, sind wir uns sicher, dass dies gelungen ist. Danke nochmals für Ihr Kommen. Und bleiben Sie uns auch in den nächsten Jahren gewogen.

Es gilt aber auch Danke zu sagen, an alle, die das Bühnengeschehen erst ermöglichen. An erster Stelle an die beiden neuen Pächter des Kirchenwirts Eberschwang – Daniel und Michael Zekanovic – die uns trotz massivster Bautätigkeit ihr Gasthaus in sauberst-möglichem  Zustand überlassen haben und sich schnell und flexibel an unseren Bedürfnissen orientiert haben.

Ein riesengroßes Dankeschön geht natürlich an unsere tatkräftigen Roadies und Bühnenarbeiter, die es Jahr für Jahr wieder schaffen, die gesamte Bühnenlogistik und
-dekoration auf minimalstem Stauraum unterzubringen und in wenigen Augenblicken das Bühnenbild von einer Nummer zur anderen gänzlich zu verändern. Jedes Jahr wieder eine Meisterleistung.

Und wir sagen tausend Dank an das bewährte Top-Team um "Event-Techniker" Wolfgang Danner, das dafür sorgt, dass alle Mikros rauschfrei funktionieren, die Soundqualität eine hervorragende ist und die Bühne in den wunderschönsten Farben erstrahlt. Wenn man von der These ausgeht, dass die Technik erst dann gut ist, wenn sie nicht auf- oder ausfällt, dann können wir mit Stolz behaupten, dass unsere eine exzellente ist. Danke nochmals an Wolfgang und sein Team.

Abschließend bleibt eigentlich nicht mehr all zu viel zu sagen. Wir hoffen, dass wir Ihre Erwartungen weitestgehend erfüllen konnten und dass Sie uns auch in den nächsten Jahren die ohnehin schon längst erwiesene Treue halten. Wir freuen uns nun auf eine etwas ruhigere Fastenzeit und würden uns „närrisch“ freuen, Sie – liebe Gäste – auch im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen. In diesem Sinne nochmals ein riesiges Danke an alle. Huzi Huzi!